Steuertipp: Energetische Sanierung - Nur bei vollständiger Bezahlung greift der Steuervorteil

Will ein Hauseigentümer seine (mindestens 10 Jahre alte) zu eigenen Wohnzwecken genutzte Immobilie energetisch sanieren lassen, so kann er die Kosten für ein Fachunternehmen in Höhe von 20 Prozent (bis zu einer Höchstgrenze von 40.000 €) und einen Zeitraum von drei Jahren steuerlich geltend machen. Zahlt ein Hauseigentümer die Rechnung für eine neue Heizungsanlage jedoch in Raten ab (hier waren insgesamt etwas mehr als 8.000 € zu bezahlen, der Eigentümer zahlte im ersten Jahr nur 2.000 € an, weitere Raten folgten), so greift der steuerliche Vorteil nicht. Denn Ausgaben werden im Steuerrecht in der Regel nur in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie anfallen. Zum vollständigen Abschluss einer energetischen Maßnahme zählt nicht nur die Fertigstellung durch die Handwerker, sondern auch die vollständige Bezahlung der Arbeiten. (FG München, 8 K 1534/23) - vom 08.12.2023

Rechtstipp: Beamtenrecht - Wurde Teilzeitarbeit hingenommen, bleibt sie auch "im Ruhestand" bestehen

Ist ein Lehrer für rund ein Jahr als Angestellter und ebenfalls für ein Jahr als Beamter an einer Berufsschule jeweils in Teilzeit tätig, bevor er in Vollzeit ins Beamtenverhältnis geht, so ist die Mehrarbeit, die er in den beiden Teilzeitjahren geleistet hat, für die Festsetzung seiner Versorgungsbezüge irrelevant. Der Mann, der inzwischen Ruhegehalt bezieht, kann diese nicht nachträglich erhöht bekommen. Maßgeblich sei die seinerzeit im Bescheid über die Bewilligung von Teilzeitbeschäftigung festgesetzte Teilzeitquote. Mehrarbeit - die vorrangig durch Freizeitausgleich zu kompensieren ist - wird dabei nicht berücksichtigt. Sei das Instrument der Mehrarbeit »rechtswidrig als verdeckte Arbeitszeitregelung eingesetzt worden«, so hätte der Beamte seinerzeit gegen den Teilzeitbewilligungsbescheid angehen müssen. Hat er die Teilzeitbeschäftigung hingenommen, dann ist die festgesetzte Teilzeitquote wirksam und für die Versorgungshöhe maßgeblich. (BVwG, 2 C 12.22)